Der ehrliche Check: Ist eine klare Positionierung überhaupt das Richtige für dich?
Kennst du diese Leute, die dir sagen, du müsstest dich als Coach oder Berater endlich mal positionieren?
Und dass du ein schärferes Coaching-Profil bräuchtest, um dich auf dem vollen Coaching-Markt von anderen Coaches abzuheben und von Coaching-Kunden gesehen zu werden?
Pfff! Vielleicht rollst du an dieser Stelle mit den Augen.
Um ehrlich zu sein: Natürlich muss sich niemand positionieren. Ein „Müssen“ existiert bei diesem Thema nicht.
Es gibt lediglich bestimmte Effekte, die eintreten, wenn wir uns für ein klares Coaching-Profil entscheiden – und wenn nicht.
Lass uns einmal gemeinsam herausfinden, wann du die Sache mit der Positionierung und dem glasklaren Coaching-Profil getrost beiseiteschieben kannst.
Hier kommt der ultimative Check für dich, mit dem du herausfindest, wann eine glasklare Positionierung für dich als Coach nicht infrage kommt.
Erstens: Du willst sie alle
Grundsätzlich ist es dir wichtig, ALLE und JEDEN zu coachen. In deiner Ausbildung hast du gelernt, dass du mit deinen Fragen und all den Coaching-Tools viele unterschiedliche Anliegen abdecken kannst - und das stimmt auch. Grundsätzlich sind bei dir alle Themen willkommen. Eine Festlegung auf ein bestimmtes Coaching-Thema oder auf eine Zielgruppe findest du langweilig und einschränkend.
Wenn du dich so fühlst, dann befindest du dich mit deiner Coaching-Tätigkeit i.d.R. noch am Anfang. Deswegen kommt dir jedes Thema so spannend vor. Du willst im Coaching noch Erfahrungen sammeln. Und mal ehrlich: Das ist gut und wichtig. Vertraue deinem Gefühl.
Erst später wirst du feststellen, welche Themen dir Freude machen und welche nicht.
Zweitens: Du willst von deiner Coaching-Tätigkeit nicht leben
Der Coaching-Markt ist mittlerweile rappelvoll. Wenn wir uns als Coaches nicht positionieren und unser Profil nicht schärfen, gehen wir in der Masse unter. Es wird dann besonders schwer, neue Coaching-Kunden zu gewinnen und für die Zusammenarbeit mit uns zu begeistern.
Aber: Wenn es gar nicht dein Ziel ist, von deiner Coaching-Tätigkeit zu leben, ist das natürlich in Ordnung. Du wirst vielleicht hier und da mal weiterempfohlen – und das reicht dir völlig aus. Deine Coaching-Kunden finden unregelmäßig und unplanmäßig zu dir. Mal hast du zwei Kunden in einem halben Jahr und mal ein oder zwei Jahre gar keine.
Wenn dein Coaching eher ein Hobby für dich ist, dann hast du damit keinen Stress. Alles ist wunderbar!
Schieb das Thema Coaching-Profil ruhig zur Seite und genieße es, wenn Kunden kommen - oder nicht.
Drittens: Deine Coaching-Ausbildung hatte andere Gründe
Du hast deine Coaching-Ausbildung (oder deine Ausbildung zum Supervisor, Organisationsentwickler, Mediator etc.) nicht gemacht, um damit eine hauptberufliche oder nebenberufliche Selbstständigkeit anzustreben. Eigentlich hast du die Ausbildung nur für deine persönliche Weiterentwicklung gemeistert oder weil du die Inhalte gut für deine Anstellung nutzen kannst.
Du siehst: Alles ist fein! Nicht jeder möchte mit seiner Coaching-Ausbildung etwas Eigenes aufbauen.
Wenn das nicht deine Intention ist, kannst du auf ein klares Coaching-Profil verzichten.
Viertens: Du willst nicht als Expert:in wahrgenommen werden
Coaches mit einem klaren Profil werden schnell als Experten und Expertinnen wahrgenommen. Ganz klar, denn i.d.R. haben sie ein Thema, für das sie stehen (Souveränes Führen, Resilienz im Team aufbauen, neue Karriereschritte für Frauen ab 40 … und so weiter).
Dadurch werden sie zu Fachvorträgen als Redner:innen eingeladen, werden in Magazinen oder in Podcasts interviewt oder schreiben gleich selbst Artikel und ganze Bücher zu ihrem Thema. Neue Coaching-Kunden finden so sehr leicht zu ihnen. Das Coaching-Business wächst und wächst.
Wenn diese Form der Sichtbarkeit nichts für dich ist, dann ist das völlig in Ordnung. Gerade dann, wenn du eh kein laufendes Coaching-Business aufbauen möchtest und zufrieden mit deinem derzeitigen Berufsleben bist.
Du musst dein Coaching-Profil nicht schärfen.
Fünftens: Für dich sind kleine Honorare völlig okay
Coaches mit klarem Profil erwirtschaften höhere Honorare – eben, weil sie als Experten und Expertinnen wahrgenommen werden. Ohne Profil haben wir häufiger Kunden, die sich Coaching eigentlich nicht leisten können.
Du weißt schon! Der Kunde, der fragt, ob er eine Coaching-Stunde bei dir auch für 20 € bekommen kann. Der Auftraggeber, der möchte, dass du einen Teamworkshop gestaltest, aber nur 100 € zahlt. Für dich ist das kein Problem! Deine Motivation ist eine andere. Du möchtest ja nicht von deiner Coaching-Tätigkeit leben. Du willst den Auftrag einfach durchführen und Erfahrungen sammeln.
Daran ist nichts verkehrt! Du musst dich nicht positionieren.
Dein ehrlicher Check: Solltest du dich als Coach positionieren?
Okay, wo stehst du?
Lass uns die Punkte noch einmal zusammenfassen. Das Thema „Positionierung" kannst du getrost beiseiteschieben, wenn:
- Du noch Erfahrungen sammelst und alle möglichen Themen und Menschen beraten möchtest.
- Du keine planbaren und regelmäßigen Coaching-Kunden benötigst.
- Du deine Coaching-Tätigkeit eher wie ein Hobby siehst und du kein nebenberufliches oder hauptberufliches Coaching-Business aufbauen willst.
- Du deine Coaching-Ausbildung für deine persönliche Weiterentwicklung oder für deine Anstellung durchlaufen hast.
- Du dein Coaching gerne auch für kleines Geld anbietest – einfach, weil es dir Freude macht.
- Du auf dem Coaching-Markt lieber unsichtbar bleiben willst.
Schau einmal, ob du all diesen Punkten zustimmen kannst. Wenn dem so ist, dann lass dir wirklich von niemandem einreden, dass du ein klares Coaching-Profil benötigst.
Du haderst mit einem der Punkte? Dann steht für dich der nächste Schritt an. Schon ein einziges „Nein“ zu einem der Punkte verändert deine Situation.
Wenn du beim Lesen dachtest: „Verdammt,… ich kann NICHT bei allen Punkten zustimmen“, dann weißt du genau, was jetzt dran ist: Du darfst dein Coaching-Profil konkretisieren.
Nicht, weil du musst, sondern weil es dir die Türen öffnet, die du dir wünschst.
Wenn du diesen Schritt gehen willst: Hol dir hier den Zugang zum Kompakt-Kurs „Mein einzigartiges Coaching-Profil“.
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Ich freue mich riesig auf dich.
Deine Christine
Hi, ich bin Christine Neumann
systemische Supervisorin und Coachin, Autorin und Host des Podcasts Die Vision führt uns an!, Ich begleite Coaches und Beratende beim Aufbau und Ausbau ihres Unternehmens. In den sozialen Medien findest du mich bei instagram: @visionscoachin und facebook: @visionscoachin
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